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Knowledge Management Effectiveness Measurement: Wie misst man den Knowledge Management Erfolg?

von Dr. Lars Satow

Unternehmen investieren derzeit viel Zeit und Geld in neue Knowledge Management Software aus dem Bereich Social Media / Social Computing. Doch wie misst man den Erfolg von Konwledge Management?



Unternehmensziele


KMEDGE unterstreicht die Bedeutung der Geschäftsziele bei der Beurteilung von Knowledge Management: Die Effektivität einer Knowledge Management Maßnahme sollte immer im Hinblick auf die Unternehmensziele bewertet werden - anstatt nur die Anzahl der Communities oder Dokumente zu zählen. Konkrete Vorschläge gibt es hier jedoch nicht.

Effektivitätsmessung nach dem SECI Modell


Martin Smits und Aldo de Moor vom Center for Research on Information Systems Management
School of Economics schlagen in ihrem Paper das SECI-Modell (Socialization – Externalization – Combination - Internalization; model of cyclical knowledge creation of Nonaka) als Rahmen vor und definieren Indikatoren für für die Knowledge Typen, z.B.

Socialization
- Direct communication links

Externalization
- Number of bytes of project docs

Combination
- Number of categories
- Number of items

Internalization
- Number of years experience
- Frequency of use

Fragebogen



Das Center for Educational Research and Innovation (OECD) and Statistics Canada hat in einer internationalen Arbeitsgruppe einen Fragenbogen entwickelt, um die Effektivität von Knowledge Management zu messbar zu machen. Der Bericht und der Fragebogen ist bei Google Books verfügbar. Die Fragen zur Messung der Effektivität von Knowledge Management lauten (frei übersetzte):

Unsere Knowledge Management Aktivitäten...

...haben dazu geführt, dass wir mehr Wissen von öffentlichen Forschungseinrichtungen nutzen können.

...haben dazu geführt, dass wir mehr Wissen von anderen Unternehmen nutzen können.

...haben Wissen und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter verbessert.

...haben unsere Effizienz und Produktivität erhöht.

...haben dazu geführt, dass wir Produkte und Dienstleitungen besser an Kundenwünschen ausrichten konnten.

...haben uns geholfen, weitere Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

...haben die Auswirkungen nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern gemildert.


Collaborative Climate



Der Urvater des Knowledge Management, Karl-Erik Sveiby, sieht im kollaborativen Gruppenklima die entscheidende Voraussetzung für effektive Nutzung von Wissen. In seinem Artikel 'Collaborative Climate and Effectiveness
of Knowledge Work
' stellt er 20 Items vor, um das kollaborative Klima in Unternehmen zu messen, z.B.

Wir helfen uns gegenseitig, das zu lernen, was wir wissen müssen.

Wir halten alle Kollegen bezüglich Veranstaltungen, Neuigkeiten und Trends der Arbeitswelt auf dem Laufenden.

Nach der Auswertung einer Studie mir mehr als 8.000 Teilnehmern kommt er zu folgenden Ergebnissen:

- Besonders ältere Mitarbeiter schätzen ein kollaboratives Klima
- Mitarbeiter brauchen bis zu 5 Jahren, um sich in die Unternehmenskultur einzufinden und diese für sich nutzbar zu machen.
- Ein kollaborative Klima wird vor allem von gut ausgebildenten Kollegen geschätzt und wahrgenommen.
- Das Klima ist in großen Unternehmen tendenziell besser
- Das Klima ist in der privaten Wirtschaft oft besser als im öffentlichen Sektor.

Literatur



OECD & Minister of Industry, Canada (2003). Measureing Knolwegde Management in the Business Sector, OECD.

Smits, M. & de Moor, A. (2004). Measuring Knowledge Management Effectiveness in Communities of Practice, Proceedings of the 37th Hawaii International Conference on System Sciences.

Sveiby, K. E. (2002). Collaborative Climate and Effectiveness of Knowledge Work – an Empirical Study, Journal of Knowledge Management, Vol. 6 No. 5, 2002.

Umemoto, K. (2002). Managing Existing Knowledge is Not Enough: Knowledge Management Theory and Practice in Japan. In Choo, C.W. and Nick Bontis (eds.), Strategic Management of Intellectual Capital & Organizational Knowledge, Oxford University Press, pp.463-476.

http://drsatow.de



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