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SEO: Wie wichtig ist der Pagerank noch?
von Dr. Lars Satow
Pagerank, so heißt das Verfahren von Google zur allgemeinen Bewertung einer Webseite - und dieses hat kaum noch etwas mit der tatsächlichen Platzierung zu tun. Ist der Pagerank unwichtig geworden?
Eine Suchmaschine muss zwei Dinge tun: Sie muss Webseiten finden, die möglichst gut mit den Suchbegriffen übereinstimmen, und sie muss dabei qualitativ hochwertige Webseiten von anderen unterscheiden.
Zur allgemeinen Bewertung einer Webseite setzt Google das Pagerank-Verfahren ein. Dabei wird angenommen, dass Webseiten, die von vielen anderen Seiten verlinkt (=empfohlen) werden, qualitativ besser sein müssen. Den Pagerank einer Webseite kann man beispielsweise mit Google's Toolbar für Webbrowser anzeigen.
Das Pagerank-Bewertungs-Verfahen hat jedoch auch entscheidende Nachteile:
- Es benachteiligt junge, aktuelle Seiten, da es etwas dauert, bis sich ein Linknetzwerk aufbaut
- Es benachteiligt Seiten zu Nischen-Themen, da diese seltener von anderen Seiten verlinkt werden
- Es benachteiligt Seiten, deren Webmaster sich nicht aktiv um die Verlinkung ihrer Seiten kümmern
Aus diesen Gründen finden sich in den Suchergebnissen nicht nur Seiten mit hohem Pagerank, sonder auch immer wieder Seiten mit geringem oder gar keinem Pagerank. Sie werden von Google quasi testweise eingeschoben.
Aufgrund der augenscheinlichen Schwächen und der aufwendigen Berechnung des Pageranks, berücksichtigt mittlerweile auch Google mehr als 200 Indikatoren. Der Vorteil: Je mehr Indikatoren in das Ranking einfließen, desto schwerer lässt sich das Ergebnis manipulieren.
Damit hat die Bedeutung des Pageranks gegenüber früher deutlich abgenommen.
Wer seine Webseite nach inhaltlichen Kriterien bewerten lassen möchte, kann dazu beispielsweise das online Tool seittest.de ausprobieren.
